Urlaub in Frankreichs Wildwasser-Paradies
Um unsere Techniken an einem anderen Ort auszutesten, reisten wir nach Frankreich an den Guil. Der Fluss zählt zu den wichtigsten Wildwasserflüssen in Südfrankreich und bietet neben leichten Abschnitten für Anfänger auch harte Abschnitte für Profis. Besonders beeindruckend sind die großen Schluchten in den französischen Hochalpen. Als geübte Kajakfahrer starteten wir im Oberen Guil, der in einem breiten Tal in einem offenen Geröllbett fließt und schwere Klämme beinhaltet. Wer sich im Sommer für eine Wildwasserreise entscheidet, kann diese engen Schluchten bei geringem Wasserstand teils nichts nutzen. Der Obere Guil endet vor dem schwierigen Klamm „Burggraben“, der unter der Burg Chateau-Queyras liegt.
Bis zum Start relaxten wir erst einmal unter einem Sonnensegel in einem Café, um uns seelisch und moralisch auf das actionreiche Paddeln einzustellen. Als wir anschließend durch den „Oberen Guil“ düsten, waren wir schon ziemlich fertig und ausgepowert, hatten aber auch viel Spaß. Das Wasser platschte, man wurde nass und das Adrenalin schoss in die Höhe. Danach ging es über Guiltreppen zum Mittleren Guil, der häufig befahren wird. Die enge und immer schmaler werdende Schlucht hat einen ganz besonderen Wildwasser-Reiz. Und auch der Schlitz, der das Ende der Route darstellt, der dann im Stausee von Mont du Roy endet, ist abenteuerlich, weshalb wir den Sport so sehr lieben. Nach der Tour sahen wir uns eine imposante Schlucht an. Den „Untern Guil“ haben wir nicht befahren, da es sich hier um den Anfängerbereich handelt, der vor allem von Kajakschulen genutzt wird.
Nachdem wir erschöpft und glücklich am Ziel angelangten, relaxten wir wiederum in einem nahe gelegenen Café, das über eine wasserbeständige Balkonumrandung verfügte, damit keine Wasserspitzer zu den Gästen gelangten. Hier erholten wir uns bei einem Gläschen französischen Wein, um uns die nächsten Tage beim Paddeln weiter zu verbessern.